„Lebendiges Wasser“ lautet das Motto der kirchlichen Veranstaltungsreihe „Schöpfungszeit 2026“, die österreichweit von 1. September bis 4. Oktober begangen wird. Auch die Franziskaner in Wien beteiligen sich mit Gottesdiensten und Veranstaltungen. Einen besonderen Akzent erhält die diesjährige Schöpfungszeit durch das Gedenken an den 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi.

 

„Schöpfungszeit“ ist eine ökumenische Veranstaltung und verbindet vom 1. September bis zum Fest des heiligen Franziskus am 4. Oktober Gebet, Gottesdienst und konkrete Verantwortung für die Schöpfung. Pfarren und Ordensgemeinschaften laden österreichweit zu Veranstaltungen ein, die den Blick auf den Umgang mit Natur und Ressourcen, auf Nachhaltigkeit und auf die Beziehung zwischen Mensch, Schöpfung und Schöpfer richten.

Eine besondere Verbindung ergibt sich in diesem Jahr mit dem 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi. Seine außergewöhnliche Aufmerksamkeit für die Mitgeschöpfe und seine Sicht der gesamten Schöpfung als Gabe Gottes machen ihn bis heute zu einem wichtigen Impulsgeber für einen christlich verantworteten Lebensstil. Die Ordensgemeinschaften Österreichs verstehen das Jubiläum deshalb auch als Einladung, den eigenen Umgang mit der Schöpfung zu überdenken und konkrete Schritte zu größerer Nachhaltigkeit zu setzen.

Schöpfungstage bei den Wiener Franziskanern

Die Franziskaner in Wien haben den Veranstaltungsreigen bereits am Wochenende vor dem offiziellen Beginn der Schöpfungszeit eröffnet. Am Freitag, 28. August, lud das Kloster am Franziskanerplatz zum Vortrag „800 Jahre Franziskus: Schöpfung und Frieden“ in den Klostergarten ein. Die Veranstaltung war gut besucht; beim anschließenden Umtrunk bestand zudem Gelegenheit zu Gespräch und Begegnung.

Am Samstag, 29. August, wurden die Schöpfungstage mit einer Vorabendmesse im Garten des Franziskanerklosters fortgesetzt. Sie stand unter dem Leitwort „Dem Frieden dienen“. Der Sonntag, 30. August, stellte schließlich auch die Messfeiern bei den Franziskanern unter das Thema „Mit Franziskus in Frieden leben“. Damit verband sich die Sorge um die Schöpfung von Beginn an mit einem zweiten zentralen Anliegen des heiligen Franziskus: dem Frieden.

Schöpfung als geistliche Aufgabe

Die Veranstaltungen machen deutlich, dass „Schöpfungszeit“ mehr bedeutet als eine kirchliche Umweltinitiative. Christliche Schöpfungsverantwortung beginnt mit einer bestimmten Sicht auf die Welt: Sie ist nicht bloß verfügbares Material, sondern empfangene Gabe. Gerade Franziskus von Assisi steht für eine Spiritualität, in der die Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zur gesamten Schöpfung untrennbar miteinander verbunden sind.

In Wien beteiligen sich zahlreiche Ordensgemeinschaften und Pfarren mit Gottesdiensten, Gebeten, Vorträgen, Wanderungen und weiteren Initiativen. Mehr zur österreichweiten Initiative und zum Zusammenhang von Schöpfungszeit und Franziskus-Jubiläum: Orden verbinden Schöpfungszeit mit Franziskus-Jubiläum – katholisch.at