In Assisi sind rund 150 Brüder und Schwestern aus verschiedenen Ordensgemeinschaften zum „Internationalen Mattenkapitel des Franziskanerordens“ zusammengekommen. Vom 2. bis zum 8. Juni 2025 beraten franziskanisches Leben im Heute.

 

Bei dem Treffen dabei sind auch Mitbrüder aus der Konferenz der mitteleuropäischen Franziskanerprovinzen (COTAF). Neben dem aus der Schweiz stammenden Generaldefinitor P. Albert Schmucki ofm nimmt auch der Schweizer Kustos P. Christoph-Maria Hörtner ofm an dem Treffen teil und vertritt dabei den Provinzialminister.

Nicht zufrieden geben

Die Franziskaner haben zu ihrem Mattenkapitel auch Schwestern aktiver und kontemplativer Gemeinschaften sowie Vertreter von Laiengemeinschaften eingeladen, die das Charisma des seraphischen Ordensgründers teilen. Bei der Eröffnungsfeier in Santa Maria degli Angeli in Porziunkula entzündete Generalminister P. Massimo Fusarelli ofm an der Osterkerze die Kapitelskerze. „Deswegen sind wir hier: weil wir uns nicht mit einem ‚Das war schon immer so‚ zufrieden geben“, sagte der Generalminister in seiner Predigt und rief die Kapitelsteilnehmer dazu auf, sich zu fragen, „wohin der Geist uns führen will“. Mehr Informationen in italienischer, englischer oder spanischer Sprache sind auf der eigens für das Mattenkapitel 2025 veröffentlichten Internetseite zu lesen.

Ursprünge im Jahr 1221

Mit dem Begriff „Mattenkapitel“ wird in franziskanischen Ordensgemeinschaften eine außerordentliche Zusammenkunft von Mitgliedern bezeichnet. Im Unterschied zu Ordentlichen Kapiteln auf Haus-, Provinz- oder Gesamtordensebene haben Mattenkapitel keine normierte Struktur.

Die Bezeichnung geht auf die Versammlung der Brüder vom 30. Mai 1221 zurück: In den sog. „Fioretti des heiligen Franziskus“ ist darüber zu lesen, dass mehr als 5000 Brüder zur Kirche Santa Maria degli Angeli in Porziunkula zusammengekommen waren. Sie versammelten sich in Gruppen, zum Gebet oder zum Dialog, in geordneter und andächtiger Weise: „Auf jenem Feld aber standen Hütten aus Weiden und Stroh geflochten, geordnet in Gruppen für die Brüder aus den verschiedenen Provinzen. Deshalb wurde jenes Kapitel Strohhütten- oder Mattenkapitel genannt.“ (Fior 18,9).  Der Überlieferung zufolge sind beim Mattenkapitel 1221 auch große Persönlichkeiten wie der Kirchenlehrer Antonius von Padua, der Ordensgründer Dominikus oder der spätere Papst Gregor IX. mit dem seraphischen Franziskus zusammengetroffen. (mtz)

 

 

Bilder vom Mattenkapitel 2025

Alle Fotos: ofm.org

 

 

 

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