| Das Kreuz muss bleiben! |
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Wir sind stolz auf das Kreuz, weil es ein Zeichen für das Leben ist. Tipp: Kreuz aufhängen in Wohnung. Kommentar von P. Gottfried Wegleitner OFM
Wenn wir auf das Kreuz blicken, so sehen wir beides: Die Erinnerung an Jesu Tod und auch die Erinnerung an seine Auferstehung. „O heil´ges Kreuz, sei uns gegrüßt, du einz´ge Hoffnung dieser Welt. Du hast uns, Herr, durch das Kreuz erlöst: Bewahre uns in Ewigkeit.“ So ein alter christlicher Hymnus. Das Kreuz ist das am meisten verbreitete christliche Symbol. Ganz einfach ist es aus zwei Balken zusammengestellt, aus dem Querholz und dem Kreuzesstamm. Das Querholz umfängt horizontal die ganze Erde: Alle Menschen sind von Gott geliebt und in seine Erlösung hinein genommen. Der Stamm, tief in den Boden gerammt, zeigt, dass Jesus in seinem Tod in die Unterwelt hinunter gestiegen ist. Der Stamm, der sich nach oben ausrichtet, zeigt, dass Jesus aus dem Reich des Todes auferstanden ist zum neuen Leben. Das Kreuz ist ein Symbol des Lebens. Straßburger Kreuz-Urteil Der „Europäische Gerichtshof für Menschenrechte“ hob im November hervor, dass Kruzifixe in Klassenzimmern öffentlicher Schulen nicht mit der „Europäischen Menschenrechtskonvention“ vereinbar sind. In einem Verfahren gegen die Republik Italien stellte der Gerichtshof eine Verletzung des Rechtes auf Bildung in Verbindung mit der Religionsfreiheit der Menschenrechtskonvention fest. Die Klage war von einer aus Finnland stammenden italienischen Bürgerin eingereicht worden, die von einem Gymnasium in Abano Terme, das ihre beiden Kinder besuchten, verlangt hatte, dass die Kreuze aus den Klassenzimmern verschwinden müssten. Das Urteil des Euro-Gerichtshofs sieht vor, dass die Republik Italien der Klägerin 5.000 Euro als Ausgleich für den „moralischen Schaden“ zahlen muss. Die Entscheidung des Gerichtshofs erfolgte einstimmig. Die Richter erklärten, Kruzifixe seien eindeutig ein religiöses Symbol. Dies könne für Kinder, die anderen oder keiner Religion angehören, „verstörend“ wirken. Das Recht, ohne Religion zu sein, gehöre zur Religionsfreiheit. Der Staat müsse dieses Recht besonders schützen. Trittbrettfahrer des Italien-Urteils gibt es bereits: Ein niederösterreichischer Vater will seinem Kind im Kindergarten das Kreuz ebenfalls nicht „zumuten“. Protest dagegen Das Urteil des Gerichtshofes rief großes Unverständnis hervor. Italien hat bereits gegen das Urteil berufen. Der langjährige Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, sprach von einer „Respektlosigkeit gegenüber Gläubigen“. Kardinal Christoph Schönborn kritisierte das „Fehlurteil“. Es sei „keine Beeinträchtigung der Freiheit des Anderen, wenn Menschen ihre religiöse Identität in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen“. „Religionsfreiheit müsse überall gelten, auch für Christen,“ hob der Kölner Erzbischof Joachim Meisner hervor. Religionsfreiheit meine nicht die „Freiheit von jeder Religion“, sondern „Freiheit für die Religionsausübung“, so die Katholischen Familienverbände von Wien und Niederösterreich. Was nun tun? Was können wir Christen nun tun? Das Kreuz muss geachtet und hochgehalten werden. Es ist eine gute Tradition, in der eigenen Wohnung ein Kreuz zu haben. Pflegen wir diese Tradition! Kreuze stehen in der Landschaft , auf Berggipfeln, an Wegen, auf Feldern und Weiden: Blicken wir respektvoll auf diese Wegkreuze! Blicken wir auch respektvoll auf die Kreuze, die in Schulen, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden aufgehängt sind. – Europa hat tiefe christliche Wurzeln. Das Kreuz zeigt dies. Das Kreuz muss bleiben! (P. Gottfried Wegleitner OFM, 2010-02-12) |
Am Kreuz ist Jesus gestorben. Somit ist das Kreuz ein Marter-Instrument. Die Römer hatten die Todesstrafe der Kreuzigung von den Puniern übernommen. Das Querholz musste der Verurteilte in der Regel selbst zur Richtstätte tragen. Die Kreuzigung war eine schlimme und brutale Form der Exekution. Aber das Kreuz ist mehr als ein Marter-Instrument. Denn nicht das Kreuz ist die letzte Station. Nicht der Tod hat das letzte Wort. Jesus überwindet den Tod. Er steht zum neuen Leben auf. Am Kreuz besiegt er den Tod. Das Kreuz ist das Zeichen für diesen Sieg.





