| Erdbeben in Haiti: Franziskanern trauern |
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Ein katastrophales Erdbeben forderte Zehntausende Todesopfer, darunter auch die Schwester des brasilianischen Franziskaner-Kardinals Arns. Alle 16 Franziskanerbrüder überlebten das Beben
Die katholische Kirche trauert um den Erzbischof von Port-au-Prince, Serge Miot. Die Kathedralkirche Notre Dame, der Sitz des Erzbischofs sowie die Priesterseminare der haitianischen Hauptstadt sind völlig zerstört. Gemeinsam mit Miot liegen Dutzende Priester und Theologiestudenten unter den Trümmern begraben. Unter den Todesopfern ist Zilda Arns, die bei ihrem Haiti-Besuch von herabfallenden Trümmern erschlagen wurden. Die Kinderärztin ist die Schwester des befreiungstheologisch orientierten Zilda Arns wurde 1982 von der Brasilianischen Bischofskonferenz offiziell beauftragt, die Kinderpastoral aufzubauen. Mit 250.000 Freiwilligen werden 1.900.000 Millionen Frauen und Kinder unter sechs Jahren und 1,4 Millionen arme Familien in 4063 Gemeinden Brasiliens versorgt. Für die Brasilianer ist Zilda Arns zu einer Institution geworden. „Wenn Doctora Zilda spricht, ist das fast genauso wichtig, als wenn Fußballstar Pelé spricht“, meinte Kardinal Odilo Scherer, Erzbischof von Sâo Paulo. (Wolfgang Zarl, 2010-01-15) |
Das schwere Erdbeben vom 12. Jänner 2010 hat in Haiti Zehntausende Menschenleben gekostet. Alle 16 Franziskanerbrüder, die im „Armenhaus von Lateinamerika“ wirken, haben das Unglück überlebt. Eines der drei Häuser, das sich in der Hauptstadt Port-au-Prince befindet, wurde schwer beschädigt. Die franziskanische Generalkurie in Rom hat bereits Unterstützung zugesagt, damit die Brüder vor Ort den Menschen vor allem im Gesundheitsbereich helfen können.
Franziskanerkardinals Paulo Evaristo Arns. Die 75-Jährige ist gleichzeitig auch die Cousine des deutsch-brasilianischen Bischofs Ulrich Steiner, der eng mit den österreichischen Franziskanern zusammenarbeitet und der die Missionsprokura in Wien im Jahr 2008 gesegnet hat. Die fünffache Mutter galt als bekannteste Frau Brasiliens.





